LIDOMA VI (Maisfeldedition)

Manchmal kommt es anders, als man denkt…… Relativ spontan durfte ich bei der Veranstaltung zum VI. LIDOMA von Frank und Marion teilnehmen. Einfach so ein Marathon? Noch dazu im Maisfeldlabyrinth? Nunja, gelegentlich muss man ja auch mal etwas verrückt sein, zumal ich nach jeder der insgesamt 11 Runden aussteigen könnte (hatte ich aber eigentlich nicht vor :-p). Am Samstag Morgen vom 20. September 2014 ging es dann erst noch etwas arbeiten (Wochenenddienste sei Dank…), um dann gut gelaunt für den späten Start um 16:30 loszufahren Richtung Soest, wo auf dem Gemüsehof Eickhoff das Labyrinth auf uns wartete. Am Hof angekommen, Begrüßung der anderen Läufer, Abholen der Startunterlagen und schon mal ein paar Meter in das Labyrinth gewagt. Kurz vor dem Start gab es noch ein paar schöne Fotos aller Läufer zusammen – alle noch frisch, munter und sauber – dann ging es relativ pünktlich los auf die Marathonstrecke. Ich war einfach nur super aufgeregt, da ich bisher noch keinen wirklichen Marathon gelaufen war, mein Tempo eh nicht einschätzen konnte und natürlich erst recht nicht im unbekannten Maisfeld… Nach dem Start ging es kurz über eine Wiese, dann direkt rein ins Labyrinth, die Atmosphäre war einfach genial, überall um uns rum konnte man Stimmen hören, nur sehen konnte man bis auf die Vordermänner und -frauen niemanden. Raus aus dem Mais, an einer anderen Stelle wieder rein (hier später mit Gegenverkehr, vor allem im Dunkeln sehr spannend….), wieder raus und um ein großes Feld gelaufen, dass zum zügigen Vorwärtskommen einlud. Recht schnell fand ich mein Tempo, überholte hier und da mal jemanden, konnte aber nicht sagen, an welcher Stelle ich ungefähr lag. Nach jeder Runde ging es am Hof vorbei, wo eine ganz toller Verpflegungsstand aufgebaut war, mit allem was man so braucht – Iso, Cola, Wasser, Knabberzeug, etc. – dort wartete auch mein Schatz Wolfgang auf mich, der mich jedes mal mit allem Benötigten versorgte :-). Irgendwann verriet er mir, dass ich wohl an 3. Stelle wäre…. So richtig glauben konnte ich es nicht, aber ich hatte schon versucht, etwas Tempo zu machen, um den größten Teil der Strecke im Hellen zu schaffen, da ich nicht besonders gerne im Dunkeln laufe. Drum rum kam ich aber natürlich nicht, also mit Stirnlampe ausgestattet und weiter gings. Dass ich irgendwann die bis zu dem Zeitpunkt 2. Dame überholt habe, ist mir nicht wirklich bewusst geworden. Als es dann auf die letzte Runde ging, konnte ich es kaum glauben, dass ich es wirklich gleich geschafft hatte, war aber doch auch recht froh, da der Boden mit jeder Runde glitschiger wurde und am Horizont mehrfach Blitze zu sehen waren. Der Zieleinlauf war einfach nur ein mega Gefühl, dass man kaum beschreiben kann! Der Wettergott hatte tatsächlich auch noch ein Einsehen und es begann wirklich erst richtig zu gießen, als die letzten beiden im Ziel angekommen waren! Insgesamt wurde ich 2. und habe den Lauf in insgesamt 4:27 beendet. Mit einem super schönen Pokal in Maiskolbenform wurden die jeweils ersten 3 dann auch noch ausgestattet. Hundemüde kamen wir dann irgendwann gegen Mitternacht daheim wieder an und für mich steht fest, beim nächsten LIDOMA bin ich nach Möglichkeit wieder dabei!

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